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Geschichte des Finanzamtes Nauen

Finanzamt Nauen Außenansicht des Dienstgebäudes

Neustart nach der Wende

Auf Beschluss der Regierung der ehemaligen DDR begann am 1. Juli 1990 durch 79 Mitarbeiter der Räte der Kreise Nauen und Rathenow der Aufbau des Finanzamtes Nauen. Erster Vorsteher wurde das Ratsmitglied für Finanzen und Preise Gerald Dula. Der Finanzamtsbezirk entsprach den damaligen Kreisen Rathenow und Nauen. Vordringliche Aufgaben waren die Schaffung der personellen und materiellen Voraussetzungen zur sofortigen Übernahme des Steuerrechts der Bundesrepublik Deutschland zum 1. Januar 1991.

Seinen Sitz hatte das Finanzamt Nauen vorerst in Nebengebäuden der vorgenannten Räte der Kreise und in Neuanmietungen in den damaligen Kreisstädten. In Nauen befanden sich in Räumen der Goethestraße 50 die Geschäfts-, die Umsatzsteuervoranmelde-, die Veranlagungs- und die Arbeitnehmerstelle. In einer angemieteten Baracke der ehemaligen Meliorationsgenossenschaft in der Brandenburger Straße wurden die Körperschaftsteuer-, Vollstreckungs-, Betriebsprüfungs- und Rechtsbehelfsstelle untergebracht. Die Rathenower Steuerpflichtigen wurden mit gleichen Stellen in Rathenow, Platz der Freiheit, betreut. Auf Grundlage einer Festlegung des Rates des Bezirkes Potsdam im September 1990 wurde als einheitlicher Sitz des Finanzamtes Nauen die Stadt Nauen bestimmt. Die Rathenower Kolleginnen und Kollegen und die Kolleginnen und Kollegen aus der Brandenburger Straße in Nauen zogen daraufhin in Mieträume in der Ludwig-Jahn-Straße.

Aufbauhilfe aus Nordrhein-Westfalen

Zur Einarbeitung der Kollegen in die neuen Rechtsgrundlagen wurden die Bediensteten bis zum Dezember 1990 durch das Finanzamt Berlin Wilmersdorf betreut. Mit Übernahme der Dienst- und Fachaufsicht durch die Oberfinanzdirektion Cottbus wurde am 6. Dezember 1990 Herr Oberregierungsrat Oymann aus Nordrhein-Westfalen als Vorsteher ernannt. Zum gleichen Zeitpunkt wird die Betreuung der Bediensteten in Form von Aufbauhilfe durch die Finanzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen sichergestellt.

Ende des Jahres 1991 macht die räumliche Enge die Anmietung weiterer Objekte erforderlich. Die Außenstelle Rathenow in der Goethestraße wird gebildet. Am 1. Januar 1992 hat das Finanzamt Nauen 138 Beschäftigte, darunter 20 Beamtenanwärter.

Vorsteher des Finanzamt Nauen

Mit Wirkung vom 1. Oktober 1992 wurde Herr Oberregierungsrat Oymann als Vorsteher verabschiedet und Herr Regierungsdirektor Schilling als dessen Nachfolger in das Amt eingeführt. Dieser übergab am 26. August 1993 die Geschäfte an Ilona Langer, die bis zum 14. Januar 2009 Vorsteherin war. Ihr folgte Frau Renate Geiseler. Seit dem 1. Juli 2018 steht Marion Jach dem Finanzamt Nauen vor.

Aufgrund des weiter ansteigenden Personalbedarfs –am 1. Januar 1994 beträgt die Zahl der Bediensteten bereits 208 – entschied das Ministerium der Finanzen des Landes Brandenburg in der Ketziner Straße 3 das heutige Finanzamtsgebäude zu errichten. Am 14. Juni 1995 fand die feierliche Grundsteinlegung und nach nur neunmonatiger Bauzeit die Schlüsselübergabe statt. Das Gebäude wurde in der Zeit vom 18. bis 22. Dezember 1995 durch die Bediensteten bezogen. Für den regulären Publikumsverkehr öffnete das Finanzamt Nauen seine neue Wirkungsstätte am 2. Januar 1996.